Die Schule hat es im Griff

Das Corona-Virus kursiert seit Anfang Frühling 2019 auf der ganzen Welt und beeinflusst auch an der OS Wünnewil unseren Alltag. Ich habe bei verschiedenen Personen nachgefragt, wie der Neustart an der Schule gelungen ist.

Vielen ist es wahrscheinlich ähnlich ergangen: Die Freude darüber, keine Schule mehr zu haben, für längere Zeit einfach frei zu haben, war gross. Doch dies änderte sich schnell, als man dann anfing, Schulaufgaben über das Internet zu erledigen. Für meine zwei Interviewpartnerinnen aus der achten Klasse war es dasselbe. Sie fanden, dass es sogar schwieriger war, sich auf die Schule zu konzentrieren, da die verschiedenen Programme und die Tatsache, sich selbst organisieren zu müssen, die ganze Sache nicht erleichterte. «Man musste selbstständiger sein», meinten die beiden 14-Jährigen. Die aktuellen Massnahmen finden sie vernünftig, denn sie sind vor allem erleichtert, dass sie keine Maske während des Unterrichts tragen müssen. «Eine Maske wäre sehr anstrengend gewesen», sind sie sich jedoch sicher. Hingegen gäbe es einige Lehrpersonen, die bei näherem Kontakt mit SchülerInnen, die Maske aufsetzen, wenn auch nicht alle. Auch noch praktisch finden diejenigen, dass die Pausen versetzt sind, um z.B. eine Doppelstunde zu teilen und so eine kleine Pause einzubringen.

Mein nächster Interviewpartner aus der neunten Klasse ist sich sicher, dass es für einige wahrscheinlich schwer gewesen war, die Arbeit am Computer zu erledigen, weil ihnen die Mittel fehlten, z.B. hätten sie nur einen Rechner für mehrere Familienmitglieder zur Verfügung gehabt. «Die Leute ohne Laptop

haben gelitten», bestätigt er. Für ihn persönlich war der Lockdown «auch ziemlich blöd» weil sein Laptop nicht gerade der beste war und seine Geschwister auch Gebrauch davon gemacht hätten. Somit empfand er diese Zeit als negativ. Für seine Berufswahl spielte der Lockdown keine Rolle, da er sehr viel für seine Zukunft gearbeitet hätte, wie Schnupperlehren organisiert und über die Berufe recherchiert. Er ist der Meinung die aktuellen Massnahmen seien sehr gut, da so ein weiterer Lockdown vermieden werden kann. Jedoch ist er auch froh darüber, keine Masken tragen zu müssen, weil er denkt, die Masken könnten auch die Konzentrationsfähigkeit senken. Als Veränderung sieht er das frühere Abschliessen des Unterrichts, um die Pulte zu desinfizieren. Auch hat er die Lehrer als zurückhaltender wahrgenommen.

Ich habe als letztes zwei Lehrerinnen interviewt, die an unserer Schule unterrichten. Eine von ihnen war der Meinung, dass die Abläufe, wie Pulte desinfizieren etwas umständlicher sind, doch trotzdem fand sie es besser, als den Unterricht von zuhause. Die zweite Interviewpartnerin muss die Schüler manchmal ermahnen, den Abstand einzuhalten oder die Hände zu waschen, doch im grossen und ganzen klappt das Einhalten der Massnahmen gut. Sie mussten beide an ihrem Unterricht verändern, dass sie die Maske bei engerem Kontakt mit Schülern tragen müssen, und eine von ihnen hat sogar die Gruppenarbeiten reduziert, um engeren Kontakt zwischen Schülern zu vermeiden. Während dem Lockdown wurden sie mit verschiedenen Programmen überrascht, der Fernunterricht hat sich dann aber schnell eingespielt. «Es funktionierte nicht jedes Programm direkt wie es sollte.» Die Massnahmen finden sie jedoch sinnvoll, sie hätten nichts anders gemacht.

OSW-News / VAC